Weitere Projekte aus dem Bereich: Verkehrs- und Stadtplanung (Wettbewerbe)
EUROPEAN 7 SUBURBAN CHALLENGE urbane intensität und vielfalt des wohnens GERMANY - halle (saale)
im Wettbewerbsgebiet Heide-Süd, Halle 2003
Zusammenfassung der Entwurfsidee
Das Entwicklungsgebiet Heide-Süd ist seit mehr als 150 Jahren ein Schauplatz der städtebaulichen Entwicklung in Halle. Die verschiedenen Nutzungen der Vergangenheit hinterließen Spuren, die bis heute im Stadtteil deutlich ablesbar sind. Die in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts gebaute Heeres- und Luftnachrichtenschule bildet dabei die prägnanteste Bebauungsstruktur in Heide-Süd. Die um den Exerzierplatz gruppierten Schulungsgebäude sowie die daran anschließenden Mannschaftsunterkünfte sind die zentralen Bestandteile des Ensembles. Als strukturell eigenständiger Teil dieser Kasernenanlage reihten sich entlang der Ringstraße im rückwärtigen Bereich sieben Kasernenhöfe.
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Der Entwurf „living.X“ greift die Figur der Höfe auf und bildet auf der südlichen Seite der Ringstraße eine stabile Struktur als städtebaulichen Rücken für das gesamte Entwicklungsgebiet aus. Diese besteht aus winklig zueinander gestellten, zeilenartigen Mehrfamilienhäusern, die klare Raumkanten bilden und die anliegenden Wohnquartiere definiert. Die südliche Hofseite besteht aus Reihenhäusern und wird teilweise geöffnet. Dadurch entsteht eine Grünbeziehung zwischen den Höfen und dem Stadtpark „Weinbergwiesen“.
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Innerhalb der Wohnquartiere des Betrachtungsgebietes erfolgt eine Auflockerung der Bebauung von der Ringstraße zum Stadtpark von Mehrfamilienhäusern zu Doppel- und Einfamilienhäusern für den individuellen Wohnungsbau.
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Die einzelnen Quartiere werden untereinander und zu den angrenzenden Wohngebieten durch Grünachsen zwischen dem Stadtpark „Weinbergwiesen“ und dem Stadtteilpark „Grünes Dreieck“ getrennt. Die Kreuzungspunkte zwischen diesen Grünzügen und der Ringstraße werden durch Stadtvillen markiert.
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Die Erschließung erfolgt über Stichstraßen mit einer Aufweitung zu einem Quartiersplatz sowie einer Wendeanlage. Der Stellplatzbedarf wird im vorderen Bereich durch Garagen auf dem Grundstück sowie beidseitigem, straßenbegleitendem Parken abgedeckt. Im rückwärtigen Bereich sind die Stellplätze auf dem Grundstück mit Carports eingerichtet.
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Die Quartiere des nördlich der Ringstraße gelegenen Wettbewerbsgebietes sind durch eine lineare Bebauungsstruktur mit Orientierung auf das „Grüne Dreieck“ gekennzeichnet. Markant ist dabei die rhythmisch variierte Ausrichtung der Gebäude. Diese ist so konzipiert, dass sich die Straßenräume zum Park verjüngen und die privaten Innenbereiche zum „Grünen Dreieck“ öffnen.
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Die Erschließung der Quartiere erfolgt ebenfalls über Stichstraßen. Diese enden in einer Aufweitung der Verkehrsfläche, die als Wendemöglichkeit für Pkw und Müllfahrzeuge (2-achsig) sowie zum Parken dient.
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Darüber hinaus sind an diesen zentralen Bereichen der Quartiere Gemeinschaftsflächen als Nachbarschaftshöfe mit Spielmöglichkeiten für Kleinkinder angeordnet.
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Im Anschluss an diese Quartiersplätze werden die Straßen als Erschließungswege fortgesetzt. Sie erhalten Anschluss an das Wegenetz im Stadtteilpark und dienen als fußläufige Beziehung zwischen Wohnquartier und „Grünem Dreieck“.
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Im östlichen Quartier werden darüber hinaus die Gebäude der „Zweiten Reihe“ durch halböffentliche Wege erschlossen.
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Als Sonderelement ist dem westlichen Quartier ein Wohnhaus mit Kindertagesstätte zugeordnet.
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Das Wettbewerbsgebiet und das weitere Betrachtungsgebiet sind in abgeschlossene Quartiere gegliedert, die Abschnittsweise realisiert werden können.
living.X
living (engl.) - Wohnen, Leben
X als Variable für Flexibilität, Vielseitigkeit, Individualität
Bearbeiter
Dipl.-Ing. f. Stadt- und Regionalplanung Hans Wegener
Dipl.-Ing. (FH) Architekt André Schuppmann
Melanie Schwitzer (Übersetzung)

































